Warum „Sarastro“?
Wer kennt nicht die berühmten Arien aus Mozarts „Zauberflöte“? Die „heil’gen Hallen“ sind das Reich des weisen Priesters Sarastro, eines Vertreters edlen Menschentums – als Gegenfigur zur Königin der Nacht. Sein Name steht für Humanität, Weisheit und Güte, Ideale, die das Fundament der Freimaurerei bilden. In den Prüfungen, die Sarastro den Helden auferlegt, spiegeln sich Einweihungsriten der Freimaurer. Mozart und Librettist Schikaneder waren Logenbrüder. In literatur- und musikhistorischen Deutungen wird Sarastro teils mit Ignaz von Born, einem führenden Wiener Freimaurer, in Verbindung gebracht. Die Namenswahl markiert damit Programm und Anspruch: am „Tempel der Humanität“ zu bauen.